Im Anschluss an die drei zuvor genannten Schritte (die notwendige Vorarbeit leisten, die Verwundbarkeit einschätzen, und die strategische Ausrichtung festlegen) sollten Sie die Erarbeitung und Realisierung von Vereinbarungen zu klimawandelrelevanten Fragen sowie Aktionsplänen forcieren. Die Planungs- und Realisierungsabläufe erfordern eine kontinuierliche Überwachung.

Welche Optionen sind für Ihr Handeln relevant?

Zunächst sollten Sie die politischen Belange in einer allgemeinen Stellungnahme zu bestimmten Bereichen (z. B. sozial, wirtschaftlich) formulieren, die auf den Klimawandel verweist. Diese Belange stellen jedoch noch keinen konkreten Aktionsplan dar.

Als nächstes sollten Sie politische Empfehlungen formulieren (z. B. Leitsätze), die sich auf ein bestimmtes Problem beziehen (z. B. die Vermeidung von Konflikten zwischen vorbeugendem Klimaschutz und Klimaanpassung).

Ihre politische Entscheidung sorgt schließlich dafür, dass die Pläne (z. B. Plan für ein regionales Energienetzwerk) in die Tat umgesetzt und rechtsverbindlich werden.

Indem Sie einen Teil Ihrer finanziellen Mittel für die Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen bestimmen, können Sie verschiedene klimarelevante Themen ernsthaft behandeln. Zuvor sollten Sie sich jedoch bereits umfassend mit Optionen für Klimaanpassung und Klimaschutz vertraut gemacht haben, die für Ihre Regionen in Frage kommen. Aufgrund der Unsicherheiten und dem breiten Spektrum an möglichen zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels, müssen Sie die möglichen Klimaanpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen nach ihrer jeweiligen Priorität ordnen.

Die folgenden Links ermöglichen Ihnen einen raschen Überblick über die möglichen Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen, die sich überwiegend auf Raumplanung und die verschiedenen Ebenen räumlicher Entwicklung beziehen.

Regionale Planungsebene
Allgemeine Planungsebene
Detaillierte Planungsebene

Bei der Umsetzung ist es wichtig, dass Sie Ihre Entscheidungen bereichsübergreifend kontrollieren, bewerten und überdenken. Aufgrund der Ergebnisse laufender wissenschaftlicher Studien und neuer Richtlinien (EU-Richtlinien oder nationale Richtlinien), ist es möglich, dass Entscheidungen und Abläufe von Zeit zu Zeit neu bewertet werden müssen. Die Beobachtung politischer Entscheidungen, Strukturen und Abläufe ist hier zwingend notwendig. Veränderungen sind auch bei den Akteuren (z. B. Unternehmen, privater Sektor) möglich und müssen mit in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Dies ist wichtig, weil diese Akteure Ihren Entscheidungsfindungsprozess unterstützen und Informationen zu ihren regionalen und lokalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereitstellen können.

Sie befinden sich in einem fortwährenden Lernprozess, der durch Kontrollmaßnahmen unterstützt wird und in dessen Verlauf Sie Ihren Ansatz verbessern und neue Möglichkeiten finden. Es ist ein dynamischer Prozess, in dem Entscheidungen möglicherweise angepasst werden müssen, um auf den Klimawandel reagieren zu können!