Ziel

BalticClimate hat das Thema Klimawandel von 2009 bis 2011 untersucht und dieses dabei zugleich als Herausforderung und Chance thematisiert. Das Projekt setzte sich so für eine übergreifende und nachhaltige Entwicklung der Bereiche Wirtschaft, Umwelt und Soziales im gesamten Ostseeraum ein. BalticClimate ermöglichte es Gemeinden sowie lokalen und regionalen Akteuren, sich mit der Thematik Klimawandel auf eine kooperative, integrierte und nachhaltige Art und Weise auseinanderzusetzen. Dabei wurde die Wettbewerbsfähigkeit von Gemeinden und Regionen gesteigert und die gemeinsame Identität im Ostseeraume gestärkt.

Wichtige Ergebnisse und Erfahrungen

Während das vorliegende BalticClimate Toolkit die wichtigsten Projektergebnisse dokumentiert, können weitere wichtige Ergebnisse und zusammenfassenden Erfahrungen auf der Homepage des Projektes eingesehen werden. BalticClimate, als Projekt im Rahmen des INTERREG-Programms für den Ostseeraum, wurde als Flagship Projektes ausgezeichnet, da es durch die Erforschung regionaler und lokaler Auswirkungen des Klimawandels, die Ziele der EU-Strategie für den Ostseeraum unterstützt hat. Das Projekt förderte die EU-Strategie durch die Arbeit in den Bereichen vorbeugender Klimaschutz und Klimaanpassung und somit eine ökologisch verträgliche Entwicklung des Ostseeraums.

 Abbildung 1. Der Ablauf des Projektes BalticClimate
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Ansatz

 
Der Ablauf des Projektes BalticClimate lässt sich in drei Hauptphasen gliedern: Erfassung der Grundlagen, Verwundbarkeitsanalyse und Identifizierung ökonomischer Potentiale (Abbildung 1).

Die Herausforderungen und Chancen des Klimawandels wurden in 7 Pilotregionen (Abbildung 2) untersucht. Vertiefende Analysen konzentrierten sich auf ausgewählte Fallstudien zu den Bereichen Verkehr/Mobilität, Energie, Wohnen/Bauen und Landwirtschaft.

Die Entwicklung von Maßnahmen und Strategien in den Bereichen vorbeugender Klimaschutz und Klimaanpassung berücksichtigten im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung in allen Pilotregionen räumliche, sozioökonomische, demographische, ökologische und kulturelle Faktoren.

Auf Grundlage der Aktivitäten, die unter wissenschaftlicher Anleitung in den Pilotregionen umgesetzt wurden, sind die Ergebnisse generalisiert und in dieses Toolkit integriert worden.

Das BalticClimate Toolkit wurde an eine Vielzahl von Personen und Institutionen im gesamten Ostseeraum weitergereicht. Diese sollen zur (kostenlosen) Anwendung ermutigt werden und so die Ergebnisse und Effekte des Projektes auf lokaler und regionaler Ebene vervielfachen.


Abbildung 2. Pilotregionen, Projektpartner und assoziierte
Organisationen (anklicken zum Vergrößern)


Partner

Das Team von BalticClimate umfasste 23 Partnern in Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden sowie weiteren 16 assoziierten Organisationen, darunter auch Partner aus Russland. Die fünf Arbeitspakete des Projektes wurden durch ein transnationales Team geleitet:

Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Deutschland
Environmental Projects Ltd. (State Ltd “Vides Projekti”), Lettland
Centre for Climate Science and Policy Research (CSPR), Schweden
Regional Council of Central Finland, Finnland
Stockholm Environment Institute Tallinn Centre (SEIT), Estland

Weitere Projektpartner (P) und Assoziierte Organisationen (AO):

Estland
P: Landkreis Harju, Landkreis Rapla, Harju Zetrum für öffentlichen Verkehr, Gemeinde Saku, Gemeinde Kehtna, Gemeinde Kohila


Finnland
P: Regionale Entwicklungsgesellschaft Jyväskylä - Jykes Ltd, Zentrum für Wirtschaftsentwicklung, Verkehr und Umwelt Zentralfinnland
AO: Stadt Jyväskylä, Stadt Jämsä, Gemeinde Laukaa, Gemeinde Uurainen, Stadt Äänekoski, Gemeinde Muurame

Deutschland
P: Regionaler Planungsverband Westmecklenburg
AO: Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Städtetag, Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee

Lettland
P: Gemeinde Ligatne, Gemeinde Pārgauja
AO: Lettische Vereinigung lokaler und regionaler Gebietskörperschaften

Litauen
P: Landwirtschaftministerium der Republik Litauen, Litauisches Institut für Agrarökonomie
AO: Gemeinde Region Panevezys

Polen
P: West Pomeranian Business School 

Russland
AO: Regionalverwaltung Pskov, Ausschuss für Fragen der lokalen Selbstverwaltung, Fachhochschule Pskov, Verawaltung des Bezirks Bezhanitzky

Schweden

P: Region Gävleborg, Landkreisverwaltung Gävleborg, Gemeinde Söderhamn, Gemeinde Gävle
AO: Gemeinde Sandviken, Behörde für Bau und Umwelt; Schwedisches Geotechnologisches Institut